Dem-Schmerz-Gewachsen
„Dem-Schmerz-Gewachsen” mit Anästhesist und Schmerztherapeut Robert Bonnemann ist Ihr Podcast rund um spezielle Schmerztherapie und Schmerzmedizin. Wir beleuchten aktuelle Forschung, teilen Praxiserfahrungen und erkunden alternative Heilmethoden. Entdecken Sie ganzheitliche Ansätze zur Bewältigung chronischer Schmerzen – für Betroffene und Interessierte.
„Dem-Schmerz-Gewachsen” mit Anästhesist und Schmerztherapeut Robert Bonnemann ist Ihr Podcast rund um spezielle Schmerztherapie und Schmerzmedizin. Wir beleuchten aktuelle Forschung, teilen Praxiserfahrungen und erkunden alternative Heilmethoden. Entdecken Sie ganzheitliche Ansätze zur Bewältigung chronischer Schmerzen – für Betroffene und Interessierte.
Episodes

Tuesday Dec 16, 2025
Gluten und Schmerzen – wann Verzicht sinnvoll ist
Tuesday Dec 16, 2025
Tuesday Dec 16, 2025
Gluten und Schmerzen werden häufig miteinander in Verbindung gebracht. Gluten und Schmerzen stehen im Mittelpunkt dieser Folge, in der Sie erfahren, wann ein Zusammenhang medizinisch klar ist und wann nicht.
Viele Menschen berichten über mehr Gelenk-, Muskel- oder Bauchschmerzen nach dem Verzehr von Brot oder Pasta. Gleichzeitig halten sich hartnäckige Mythen, Gluten sei grundsätzlich entzündungsfördernd oder schmerzauslösend. In dieser Folge ordnen wir das Thema nüchtern und evidenzbasiert ein.
Sie erfahren, was Gluten medizinisch betrachtet überhaupt ist, welche Rolle Zöliakie, Weizenallergie und die sogenannte Nicht-Zöliakie-Glutensensitivität spielen und warum Verarbeitung, Portionsgröße und Darm-Hirn-Interaktion oft wichtiger sind als das Gluten selbst. Außerdem bespreche ich, wie Ernährung Schmerzen beeinflussen kann, ohne sie allein zu erklären, und wie Sie strukturiert prüfen können, ob ein Verzicht für Sie persönlich sinnvoll ist.

Tuesday Dec 09, 2025
Der Schlaf-Schmerz-Teufelskreis: was wirklich hilft
Tuesday Dec 09, 2025
Tuesday Dec 09, 2025
Schlaf und Schmerz sind enger verbunden, als es auf den ersten Blick scheint. In dieser Folge erfahren Sie, wie Insomnie und chronische Schmerzen sich gegenseitig verstärken und wie Sie diesen Teufelskreis gezielt durchbrechen können. Im Mittelpunkt stehen leitlinienbasierte Ansätze, die Schlaf und Schmerz gemeinsam adressieren.
Sie hören, ab wann aus medizinischer Sicht von Insomnie gesprochen wird, warum sie als eigenständige Schlaf-Wach-Störung gilt und weshalb gerade Menschen mit chronischen Schmerzen so häufig betroffen sind. Außerdem geht es darum, welche Folgen das für Alltag, Stimmung und körperliche Gesundheit hat.
Anhand typischer Abläufe aus der Praxis werden die wichtigsten diagnostischen Schritte erläutert: Anamnese, Schlaftagebuch, standardisierte Fragebögen und die Frage, in welchen Situationen ein Schlaflabor sinnvoll ist. Sie erfahren, wie sich Insomnie von „nur zu wenig Schlaf“ unterscheidet und welche Rolle Begleiterkrankungen wie Depression, Angststörungen oder Schlafapnoe spielen.
Ein zentraler Teil der Folge widmet sich der Schmerzverarbeitung im Gehirn: dem Zusammenspiel von Schmerzverstärker und Schmerzbremse, der Rolle von Tiefschlaf und REM-Schlaf und der Übererregung des Nervensystems bei Insomnie. So wird verständlich, warum schon wenige schlechte Nächte die Schmerzschwelle senken und umgekehrt Schmerzen den Schlaf dauerhaft destabilisieren können.
Darauf aufbauend wird gezeigt, welche Bedeutung Schlaf in der multimodalen Schmerztherapie hat und warum er nicht nur „mitläuft“, sondern ein eigenständiger Therapiehebel ist. Im Fokus stehen die kognitive Verhaltenstherapie für Insomnie (KVT-I) als Goldstandard, ihre wichtigsten Bausteine sowie alltagstaugliche Schritte, mit denen Sie selbst beginnen können – etwa ein stabilerer Schlaf-Wach-Rhythmus, eine entlastende Abendroutine und ein anderer Umgang mit nächtlichem Wachliegen.
Abschließend werden Medikamente bei Insomnie eingeordnet: Wo sie sinnvoll entlasten können, welche Grenzen und Risiken bestehen und warum sie eine verhaltenstherapeutische Behandlung nicht ersetzen. Die Folge möchte Ihnen Orientierung geben und zeigen, wie auch kleine Veränderungen im Alltag Ihr Nervensystem entlasten und Schritt für Schritt zu mehr „Schlaf trotz Schmerz“ beitragen können.

Tuesday Dec 02, 2025
WHO-Stufentherapie: Schmerzmedikamente richtig einsetzen
Tuesday Dec 02, 2025
Tuesday Dec 02, 2025
Die WHO-Stufentherapie ist ein zentrales Konzept der Schmerztherapie. In dieser Folge erfahren Sie, wie die WHO-Stufentherapie aufgebaut ist und warum eine strukturierte Auswahl der Schmerzmedikamente entscheidend für eine sichere und wirksame Behandlung ist. Das Haupt-Keyword WHO-Stufentherapie steht im Fokus der ersten beiden Sätze.
Wir sprechen darüber, welche Medikamente in den drei Stufen zum Einsatz kommen, wie sie wirken und warum „so wenig wie möglich, so viel wie nötig“ ein sinnvolles therapeutisches Leitmotiv ist. Sie erfahren, weshalb Schmerzmittel nie isoliert betrachtet werden sollten und wie sie sich sinnvoll mit Bewegung, Aktivierung, physiotherapeutischen Maßnahmen und psychologischer Unterstützung kombinieren lassen.
Dabei ordnen wir ein, wann Stufe 1 mit Paracetamol, NSAR oder Metamizol ausreicht, wann schwach wirksame Opioide der Stufe 2 sinnvoll sind und unter welchen Voraussetzungen stark wirksame Opioide der Stufe 3 notwendig werden. Gleichzeitig geht es darum, Risiken realistisch einzuschätzen und Nebenwirkungen zu vermeiden – ohne dabei Menschen mit unnötigen Schmerzen allein zu lassen.
Weiterhin beleuchten wir, wie das Stufenkonzept hilft, einen individuellen und ausgewogenen Therapieplan zu entwickeln, der sowohl die Lebensqualität als auch die Sicherheit im Blick behält. Ziel ist eine Behandlung, die wirksam, nachvollziehbar und verantwortungsvoll bleibt.

Tuesday Nov 25, 2025
Ernährung und Schmerz: wie beides zusammenhängt
Tuesday Nov 25, 2025
Tuesday Nov 25, 2025
Ernährung und Schmerz stehen bei chronischen Beschwerden enger zusammen, als es auf den ersten Blick wirkt. In dieser Folge zu Ernährung und Schmerz erfahren Sie, bei welchen Erkrankungen Essen das Schmerzempfinden beeinflussen kann – und wo seine Grenzen liegen.
Viele Betroffene spüren, dass bestimmte Lebensmittel Energie, Verdauung, Schlaf oder Stimmung verändern, sind aber verunsichert, weil sich Ratschläge im Internet häufig widersprechen. In dieser Episode werden die Zusammenhänge zwischen Ernährung und chronischen Schmerzen wissenschaftlich fundiert, aber verständlich eingeordnet – ohne Wunderversprechen und ohne moralischen Zeigefinger.
Anhand typischer Krankheitsbilder wird erläutert, wann Ernährung eine besondere Rolle spielt: zum Beispiel bei Übergewicht und Gelenkschmerzen, entzündlich-rheumatischen Erkrankungen, Gicht, Diabetes, Reizdarm, chronischen Bauchschmerzen sowie bei Kopfschmerzen und diffusen Schmerzbildern. Sie erfahren, wie Entzündung, Körpergewicht und Körperzusammensetzung, Darmgesundheit, individuelle Verträglichkeit und Nährstoffversorgung das Schmerzempfinden mitsteuern können.
Die Folge ordnet Ernährung bewusst in ein bio-psycho-soziales Verständnis von Schmerz ein. Es geht darum, Ernährung als einen Baustein im Zusammenspiel von Körper, Gedanken, Gefühlen und Lebensumfeld zu sehen – wichtig, aber nicht allein entscheidend. So entsteht ein Rahmen, in dem Sie eigene Erfahrungen besser einordnen und informierte Entscheidungen treffen können, ohne in starre Diätregeln oder extreme Verbote zu rutschen.
Im praktischen Teil werden alltagstaugliche Ansatzpunkte vorgestellt: ein sanfter Einstieg statt radikaler Umbrüche, entzündungsärmere Alltagsküche, realistische Ziele bei Gewichtsreduktion, darmfreundliche Ernährung bei Bauchschmerzen und Reizdarm sowie ein nüchterner Blick auf Nahrungsergänzungsmittel. Immer mit dem Ziel, die Bedingungen zu verbessern, unter denen Ihr Nervensystem Schmerz verarbeitet – auch dann, wenn Schmerzen nicht vollständig verschwinden.
Diese Folge ersetzt keine individuelle ärztliche Beratung, sondern bietet Orientierung auf Basis aktueller Fachliteratur und klinischer Erfahrung. Sie erfahren, was gut abgesichert ist, wo Daten noch unsicher sind und an welchen Stellen sich im Alltag erfahrungsgemäß kleine, aber spürbare Veränderungen erreichen lassen.

Tuesday Nov 18, 2025
Unspezifische Nackenschmerzen: Warnzeichen, Therapie, Prognose
Tuesday Nov 18, 2025
Tuesday Nov 18, 2025
Unspezifische Nackenschmerzen gehören zu den häufigsten, aber oft unterschätzten Schmerzzuständen. In dieser Folge erfahren Sie, was unspezifische Nackenschmerzen von gefährlichen Ursachen unterscheidet und welche Faktoren ihren Verlauf beeinflussen.
Sie erhalten einen strukturierten Überblick darüber, welche Beschwerden typischerweise zum Nacken gehören, wie man unspezifische Nackenschmerzen von ernsthaften Ursachen abgrenzt und welche Warnzeichen Sie unbedingt ärztlich abklären lassen sollten. Gleichzeitig geht es darum, zu verstehen, was im Zusammenspiel von Muskulatur, Gelenken und Nervensystem passiert, wenn der Nacken „dauerhaft auf Spannung“ ist – und warum Bilder wie Röntgen oder MRT oft weniger erklären, als man zunächst denkt.
Im weiteren Verlauf der Folge sprechen wir über die Häufigkeit und Relevanz von Nackenschmerzen im Alltag und im Berufsleben, über typische Auslöser und aufrechterhaltende Faktoren in Büro- und körperlich belastenden Berufen sowie über den Einfluss von Stress, Schlaf, Stimmung und Schmerzverarbeitung. Sie erfahren, weshalb sich die Alarmanlage Ihres Nervensystems bei chronischen Beschwerden dauerhaft „hochregeln“ kann – und warum das nichts mit Einbildung zu tun hat, sondern mit sehr realen Veränderungen in der Schmerzverarbeitung.
Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der Frage, was nach heutigem Wissensstand wirklich hilft: körperliche Aktivität statt Schonung, gezielte Bewegungstherapie und Training für Nacken-, Schulter- und Schulterblattmuskulatur, Übungen für Koordination und Stellungssinn, Wärme, Entspannungsverfahren und ein kluger, zurückhaltender Einsatz von Medikamenten. Die Empfehlungen orientieren sich an der aktuellen S3-Leitlinie zu nicht-spezifischen Nackenschmerzen und sind darauf ausgelegt, Ihnen einen realistischen, alltagstauglichen Handlungsrahmen zu geben.
Darüber hinaus erhalten Sie konkrete Anregungen für einen nackenfreundlichen Alltag: kleine Anpassungen am Arbeitsplatz, kurze Bewegungsinseln im Büro, ein bewussterer Umgang mit Smartphone und Bildschirm, sowie einfache Abendroutinen, die Muskulatur und Nervensystem helfen, „herunterzufahren“. Ziel der Folge ist nicht, einen perfekten Plan vorzuschreiben, sondern Ihnen Ansatzpunkte zu zeigen, wie Sie Schritt für Schritt wieder mehr Einfluss auf Ihre Beschwerden gewinnen können.
Bitte beachten Sie, dass diese Folge der allgemeinen Gesundheitsinformation dient und keine individuelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung ersetzt. Bei Unsicherheit, starken Beschwerden oder Warnzeichen sollten Sie sich immer persönlich medizinisch untersuchen lassen.

Herzlich willkommen zu "Dem-Schmerz-Gewachsen", dem Podcast rund um das Thema Schmerz!
Mein Name ist Robert Bonnemann, Facharzt für Anästhesie und spezielle Schmerztherapie.
In den folgenden Sendungen möchte ich mit Ihnen Tief in die Welt der Schmerzmedizin eintauchen.
Dabei werden wir nicht nur den aktuellen Stand der wissenschaftlichen Forschung beleuchten, sondern auch Beispiele und Erfahrungen aus der ambulanten und klinischen Patientenversorgung besprechen.

Weiterhin werden wir uns auch mit dem Einfluss des Lebensstils auf die Gesundheit, sowie alternativen Ansätzen wie der traditionellen chinesischen Medizin, naturheilkundlichen Verfahren und Osteopathie beschäftigen.
Die Grundlage des Podcasts wird dabei immer ein ganzheitliches Menschenbild sein, welches sowohl körperliche als auch seelische und soziale Aspekte von Schmerz und Gesundheit berücksichtigt.

Ein besseres Verständnis von Schmerzen und den ihren zugrunde-liegenden Mechanismen spielt eine wichtige Rolle im Gesamtkonzept einer erfolgreichen Schmerzbewältigung. Ich hoffe, mit diesem Podcast einen Beitrag dazu leisten zu können.
Egal, ob Sie selbst unter Schmerzen leiden, betroffene Angehörige haben, oder einfach nur mehr über effektive Schmerzbewältigung und einen gesunden Lebensstil erfahren möchten, dieser Podcast ist für Sie.

Weitere Informationen
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